Meldesystem

(Weitergeleitet von Notruf-System)
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Der Meldebutton über der Userliste


Allgemeines

Das Meldesystem ist ein im Herbst 2007 eingeführtes System, welches offiziell für alle Usergruppen am 04.03.2008 online gegangen ist und bis zum 27.11.2019 als Notruf-System (mit „NRS“ abgekürzt) bezeichnet wurde.[1] Es reicht Chat-Meldungen (Beschwerden über andere Chatteilnehmer) an passende Bearbeiter (Channelmoderatoren, administrative Teammitglieder oder Admins) weiter. Es löst damit das alte Notruf-System ab. Am 10.10.2016 wurde das Meldesystem komplett auf SSL umgestellt und die Nachricht nach einem Urteil wird seitdem nur noch versendet, wenn eine Meldung als berechtigt eingestuft wurde.[2] Das Meldesystem ist nur bei Knuddels.de verfügbar und dient der Meldung von Notfällen und Regelverstößen. Es ermöglicht eine ausführliche und abgesicherte Speicherung von Beweisen und Informationen zu dem jeweils gemeldeten Problem. Das System stellt sicher, dass der optimale Bearbeiter gefunden wird, welcher die nötigen Rechte und Funktionen besitzt um ein Problem effektiv zu lösen.

Wird auf diesem Weg ein CM gefunden, wird der Adminruf diesem in Form einer automatischen Nachricht zugestellt. Zur Bearbeitung der Meldungen gelangt der CM über einen von James angegebenen Link auf die Webkomponente, auf der er alle Nachrichten und gesicherten Beweise findet, die für die Klärung der Meldung nötig sind. Das Meldesystem dient nicht der Schlichtung persönlicher Auseinandersetzungen, hierzu sollen sich die Beteiligten gegenseitig ignorieren.

Erklärungen zu den Bezeichnungen

Zum Verständnis dieser Dokumentation ist es besonders wichtig, dass man die im Meldesystem verwendeten Bezeichnungen kennt und selbst verwendet, damit es in Gesprächen mit dem Bearbeiter der Meldung keine Missverständnisse gibt.

Aktenzeichen

Jede Meldung erhält beim Absenden ein eindeutiges Aktenzeichen, dass folgendes Format hat: *ZAHL. Durch dieses Aktenzeichen ist es möglich, die Meldung jederzeit wieder aufzurufen und zuzuordnen. (Synonyme: Fall-ID, ID)

Bearbeiter

Das administrative Mitglied, das eine Meldung bearbeitet. Bearbeiter können je nach Fall sein: Channelmoderator, administrative Teammitglieder, Admins oder Vertrauensadmins.

Beschuldigter

Derjenige, über den sich der Beschwerdeführer in einer Meldung beklagt. Bei einigen Meldegründen ist es möglich, dass sich ein Beschwerdeführer über mehrere Beschuldigte beschwert. (Synonym: BS)

Beschwerdeführer

Derjenige, der mittels Meldesystem eine Beschwerde über andere Mitglieder (Beschuldigte) absendet. (Synonyme: BSF, BF)

Meldung

Die Gesamtheit aller Daten, die nach dem Absenden einer Meldung unter dem dazugehörigen Aktenzeichen gespeichert werden. (Synonyme: Beschwerde, Fall, Adminruf, Admincall)

Meldebearbeitungsseite

Der Bereich außerhalb des Chats, der Meldungen speichert und sie für die Bearbeitung durch administrative Mitglieder anzeigt. (Synonym: Webkomponente)

Typ

Die Kombination aus dem Grund und einem seiner genauer erklärenden Untergründe, sofern welche für diesen Grund definiert sind. Beispiel: Grund = Profil oder Nickname melden; Untergrund = Profilverstoß; Typ = Profil oder Nickname melden – Profilverstoß

Verwendung des Meldesystems

Auswahlfenster

Das Meldesystem kann man entweder per Chatfunktion (/notruf oder /admincall) oder über einen Button im Channelfenster öffnen.

Anschließend öffnet sich ein Pop Up, in welchem man zwischen "Allgemeine Frage / Problem" und "Beschwerde über andere Chat-Teilnehmer" wählen kann. Über den ersten Punkt wechselt man in das FAQ Service-System, während der zweite Punkt zur Kategorienauswahl einer Chatmeldung führt. Bei nahezu allen Meldetypen muss man neben einem Grund (Beschreibung des Vorfalls) auch Beweise angeben. Diese können aus den zuletzt erhaltenen Nachrichten, z. B. öffentliche oder private Chatnachrichten, /m, Readmes oder Profilangaben des Beschuldigten ausgewählt werden.

Webkomponente

Über die Webkomponente des Meldesystems können bestimmte Details der eigenen abgesendeten Meldungen nachträglich eingesehen werden. Beweise und eigene Gründe können allerdings nicht mehr nachträglich eingesehen werden. Die Bearbeiter der Chatmeldungen (Channelmoderatoren, administrative Teammitglieder und Admins) haben über die Webkomponente die Möglichkeit, nach Zuteilung der Chatmeldungen die entsprechenden Begründungen, Beweise und Informationen zu den Beteiligten einzusehen. Anschließend erfolgt die Entscheidung und eine Begründung wird zur Archivierung und späteren Nachprüfbarkeit vom entsprechenden Bearbeiter der Meldung niedergeschrieben.

Optimaler Bearbeiter

Wird eine Meldung abgesetzt, wird diese immer einem Channelmoderator, Admin oder Teammitglied zugeteilt, welcher für die Bearbeitung dieser Meldung der optimale Bearbeiter ist. Hierfür läuft im Hintergrund ein komplexer Zuteilungsalgorithmus ab, der nach verschiedenen Faktoren den aktuell besten Bearbeiter für diese eine Meldung heraussucht. Jedes Meldeangebot ist also auf den jeweiligen Bearbeiter zugeschnitten. Eine zugewiesene Meldung sollte immer angenommen werden, da diese bei einer Ablehnung erneut an einen anderen Bearbeiter zugewiesen wird, was wiederum einige Zeit kostet. In dieser Zeit kann z. B. ein potentieller Störer weiter sein Unwesen treiben und im Chat Unruhe stiften.

Funktionen

Zur Verwendung des neuen Meldesystems gibt es folgende Chatfunktionen:

  • /admincall -

Öffnet das Meldefenster, mit dem man Meldungen absenden kann.

  • /admincall

Öffnet bei Admins die Webkomponente mit der Fallübersicht. Auf dieser Seite kann man als Admin unter "Mein Fall" einen neuen Fall beantragen. Rufen Mitglieder, die keine Admins sind, diese Funktion auf, so öffnet sich das Meldefenster.

  • /admincall help

Hiermit gelangt man direkt zum Fenster "FAQ-Service", in dem alle wichtigen Fragen rund um Knuddels beantwortet werden.

  • /admincall AKTENZEICHEN

Öffnet die Ansicht der Meldung mit dem entsprechenden Aktenzeichen. Ein Beteiligter (Beschwerdeführer oder Beschuldigter) sieht in dieser Ansicht die vom Beschwerdeführer und Beschuldigten angegebenen Daten. Ein ehrenamtliches Mitglied, dass die Mindestbedingungen für diesen Meldetyp als Bearbeiter erfüllt, sieht alle weiteren vom Meldesystem erfassten Daten.

  • /admincall popup

Aktiviert/deaktiviert die Mitteilung der Meldung durch ein Pop Up-Fenster.

  • /admincall beep

Aktiviert/deaktiviert einen Signalton bei Erhalt einer Meldung.

Wie sieht das Meldesystem für Nutzer aus?

Ein Nutzer, der das Meldesystem verwenden kann, findet in der Nickleiste des Chatfensters einen Hilfe- und einen Meldebutton. Hat man eine Frage, so wählt man Hilfe und gelangt zu der chateigenen FAQ-Datenbank, welche auf viele Fragen eine fertige Antwort geben kann. Möchte man sich über ein Mitglied beschweren, so gelangt man über den Meldebutton zu einem Auswahlmenü, welches noch einmal zwischen einer Frage zum Chat und einer Beschwerde unterscheidet.

Meldegrund auswählen

Möchte man eine Beschwerde melden, so wählt man „Beschwerde über andere Chat-Teilnehmer“ und kann in den folgenden Menüauswahlmöglichkeiten folgende Angaben machen:

  • den Typ der Meldung definieren
  • den Nutzer auswählen, welcher die Meldung verursacht hat (auch mehrere Nutzer möglich)
  • die betreffenden Textstellen (oder andere Quellen wie Foto oder Profil) anklicken, welche man melden möchte

Dabei kann man nur Vergehen melden, die man selber empfangen hat (z.B. öffentliche, /p- & /m-Textnachrichten, sowie Rosen) oder sehen kann (z.B. Fotos und Profileinträge).

Meldung auswählen

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man Bearbeiter einer Meldung werden kann. Entweder erhält man im Chat von James durch eine /p- oder PopUp-Nachricht die Bitte, eine Meldung anzunehmen oder man beantragt eine neue Meldung auf der Webkomponente unter dem Menüpunkt „Mein Fall“. Nachdem man im Chat eine Meldung per Mausklick angenommen hat, öffnet sich automatisch die Seite der Webkomponente, auf der man sich mit seinem Chat-Nick einloggen muss. Erhält man im Chat ein Meldeangebot von James, so soll man dies möglichst immer annehmen. Das Meldesystem arbeitet im Hintergrund mit einem komplexen Zuteilungsalgorithmus, der in der Regel den optimalen Bearbeiter findet. Dadurch ist jedes Meldeangebot auf den Bearbeiter (Channelmoderator, Teammitglied, Admin) zugeschnitten. Durch Ablehnung des Angebotes muss das System erneut suchen. Die dadurch entstehende Verzögerung macht das System schlechter: Der störende Nutzer kann noch länger Unruhe verursachen und der Beschwerdeführer ärgert sich darüber, dass nichts passiert. Lehnt ein CM nachweislich und vorsätzlich die meisten Meldungen ab, so kann er von seinen HZM eine gelbe Karte bekommen, in extremen Fällen können auch die CM-Rechte entzogen werden, wenn keine Besserung eintritt. Zur Annahme einer Meldung hat man genau eine Minute Zeit, danach sucht das System einen anderen Bearbeiter und wertet die Meldung in der Statistik als nicht angenommen. Wenn einmal überhaupt keine Zeit für die Bearbeitung vorhanden ist: schnellstmöglich auf „Meldung Ablehnen“ klicken. Ab dann sucht das System nach einem anderen, geeigneten Bearbeiter. Wie häufig man einen Fall angenommen, abgelehnt oder gar nicht beachtet hat, wird von der Webkomponente automatisch statistisch für jeden Bearbeiter erfasst. Die Statistik der Admins wird durch die Vertrauensadmins und Adminteamleitung regelmäßig ausgewertet. Die Auswertung für die CM geschieht durch die HZM und die der administrativen Teammitglieder durch die Teamleiter.

Wie bearbeite ich eine Meldung?

Die Bearbeitung findet in der Webkomponente statt. Zu der Meldung werden im Wesentlichen folgende Informationen angezeigt:

  • zur Meldung allgemein (Typ, Zeitpunkt, Channel...)
  • zum Beschwerdeführer (Status, Alter,...)
  • zu den Beschuldigten (Status, Alter,...)
  • Kommentare des Beschwerdeführers und der Beschuldigten (wenn vorhanden)
  • Gemeldete Inhalte (die Fakten)
  • bisherige Meldungen mit selben Beschuldigten (zusammengefasste Meldungen und berechtigte Meldungen werden gekennzeichnet.)

Hat man eine Meldung innerhalb von zehn Minuten noch nicht abgeschlossen, so fragt das System mit einem Popup-Fenster nach, ob man noch weitere Zeit benötigt. Bestätigt man dies mit ja, so wird weitere zehn Minuten auf den Fallabschluss gewartet. Reagiert der Bearbeiter nicht (weil er nicht am PC ist, sich ausgeloggt hat, o.Ä.), wird der Fall einem neuen Bearbeiter zugewiesen.

Wozu sind die gemeldeten Inhalte da?

Alle Inhalte unter „Gemeldete Inhalte“ stellen Beweise dar. Durch die Speicherung auf dem Server ist zweifelsfrei bewiesen, dass diese Inhalte mit allen Angaben korrekt sind und die Prüfung von Screenshots überflüssig ist. Bei Textnachrichten wurden alle Zeilen, welche hellgrün unterlegt sind, vom Beschwerdeführer ausgewählt. Damit man sich als Bearbeiter einen vollständigen Überblick verschaffen kann, werden aber auch weitere Nachrichten zwischen Beschwerdeführer und Beschuldigten angezeigt. Je nach Meldetyp kann ein gemeldeter Inhalt aus Chatdialogen, /m, Foto oder dem Nickprofil bestehen. Der gemeldete Inhalt wird mit dem aktuellen Stand zum Zeitpunkt der Meldung gesichert und erscheint als Beweis in den Inhalten der Meldung. Ein CM erhält nur Meldungen, in denen die gemeldeten Inhalte aus „Chatinhalten“ bestehen.

Gemeldete Inhalte - Chatinhalte

Mitglieder der administrativen Teams erhalten auch Meldungen mit anderen Inhalten, die gegebenenfalls nur von ihrem Team einsehbar sind. Anhand der vorliegenden Daten muss man als Bearbeiter zuerst entscheiden, ob der Typ der Meldung (z.B. Spamming / Werbung / Knigge) vom Beschwerdeführer korrekt gewählt wurde. Dazu vergleicht man die vorliegenden Daten mit der Angabe unter „Typ“.

Meldetyp bestätigen

  • Typ ist korrekt

Ist der vorliegende Typ richtig gewählt, so klickt man das Häkchen „Typ ist korrekt“ ganz am Ende der Bearbeitungsseite an.

  • Typ ist nicht korrekt

Ist der Typ nicht korrekt, wählt man den richtigen direkt aus der Liste darunter aus und klickt anschließend auf den Button „Typ ändern“. Durch eine Änderung des Typs kann es passieren, dass die vorliegende Meldung an einen anderen Bearbeiter weitergeleitet wird. Man erhält dann die Mitteilung, dass man nicht (mehr) die nötigen Rechte hat, um den Fall weiter zu bearbeiten. Es ist darauf zu achten, dass nicht jeder Typ in einen beliebigen anderen Typ geändert werden kann. Dies liegt an der Art der gesicherten Inhalte. Meldet der Nutzer z.B. ein Foto, so wird dieses gesichert und die Meldung kann in keinen Spielverstoß geändert werden. Analog bei einem Typ mit gemeldeter Textnachricht, welcher z.B. nicht in einen Profilverstoß geändert werden kann.

Meldung bearbeiten – Die Entscheidungsfindung

Im Moment der Meldeannahme erhält man im Chat einen Link, mit dem man eine Befragung des/der Beschuldigten durchführen kann. Reichen die vorliegenden Angaben auf der Meldeseite nicht aus, sollte man von diesem Button Gebrauch machen, der dafür sorgt, dass eine Befragung mit allen Beschuldigten innerhalb von 45 Sekunden in einem unsichtbaren Channel stattfindet. Leitet man die Befragung ein, muss man unbedingt respektvoll und freundlich gegenüber den befragten Mitgliedern agieren. Gerade jüngere Beschuldigte können durchaus Angst bekommen, wenn sie erst zu einer Stellungnahme und dann auch noch zu einer Befragung aufgefordert werden. Der respektvolle Umgangston ist dabei ein Zeichen von einer professionellen Auffassung des eigenen Ehrenamtes. Es ist wichtig darauf zu achten, ob die Meldung bereits von einem Bearbeiter weitergeleitet wurde und einen erklärenden Kommentar enthält. Aus diesem Grund muss unbedingt bis an das Ende der Meldeseite gescrollt und gelesen werden.

Wie schließe ich einen Fall ab?

Bei der Bewertung sind Ausmaß der Meldung, sowie Wiederholungen und Einsicht des Nutzers zu berücksichtigen. Dabei ist zu beachten, dass man als Bearbeiter alle Konsequenzen auf Seiten der Beschuldigten (z.B. Channellock, Anwendung von /mute, etc.) im Chat von Hand erledigt, bzw. der Meldung nach der Bearbeitung und Kommentierung an einen Admin weiterleitet, damit dieser die Strafe durchführen kann. Das Meldesystem vermerkt nun Datum und Typ der Meldung im Profil des/der Beschuldigten (sofern der Fall als gerechtfertigt bewertet wird), welche zur Fallansicht verlinkt sind. Wichtig ist, dass man den Beschuldigten über die Meldung informiert, bei Bedarf zu Wort kommen lässt und dann darüber aufklärt wie es weitergehen wird. Da der Beschuldigte bis zum Abschluss keine Informationen zur Meldung erhalten hat, ist es wichtig, dass er vom Bearbeiter informiert wird, sofern die Meldung wirklich berechtigt ist. Ob man zuerst eine Sanktion umsetzt und dann die Meldung abschließt oder erst die Meldung abschließt und dann sanktioniert ist nicht entscheidend. Da man durch den Abschluss für das Meldesystem frei wird, bietet es sich an, zuerst die ganze Kommunikation inkl. Verwarnungen oder anderen Sanktionen durchzuführen und erst danach die Meldung abzuschließen. Zum Abschluss der Meldung muss eine Bewertung dieser stattfinden. Hier wählt man die Gesamtbewertung der Meldung aus:

  • Berechtigt (Whois-Eintrag)
  • Berechtigt (keine Konsequenzen)
  • Unberechtigt (keine Konsequenzen)
  • Meldemissbrauch (Verwarnung...)

Berechtigte Meldung

„Berechtigt“ wählt man nur dann aus, wenn es sich um eine eindeutige, starke Meldung auf Seiten der Beschuldigten handelt. Das Meldesystem ist nicht dazu gedacht, jede Streitigkeit und jeden bösen Scherz von der Administration entscheiden zu lassen. Kerngedanke des Meldesystems ist der Jugendschutz, hier sollten alle Meldungen konsequent geahndet werden. In allen anderen Bereichen sollte im Zweifel für die Beschuldigten entschieden werden. Alle müssen darauf achtgeben, dass Knuddels durch die Einführung des Meldesystems zu keiner Denunzianten-Community wird, die eine Hexenjagd auf alle Mitglieder veranstaltet, die sich auch nur am Rande eines kleinen Regelverstoßes bewegen. Auch wenn sich jemand einmal nicht korrekt an den Knigge hält, weil er es als neues Mitglied nicht besser wusste oder es gerade zum Channelgeschehen passte, dann reicht weiterhin ein freundlicher Hinweis. Eine Sanktion mithilfe des Meldesystems ist hingegen völlig überzogen.

Das Meldesystem ist gut. Entscheidend ist aber, was Administratoren, CM und Mitglieder daraus machen. Es wird darum gebeten, in diesem Sinne zu handeln und Strafen vor allem gegen böswillige Mitglieder anzuwenden, die absichtlich zur Erfüllung eines bestimmten Ziels gegen Knigge und AGB handeln oder andere Mitglieder stören. Nach Verstößen bei anderen suchen, nur weil man etwas melden will, ist unschön. Berechtigt sind Meldungen bei echten Problemen. Kleinigkeiten sind keine Notfälle und demnach unberechtigt.

Berechtigte Meldung (keine Konsequenzen für den Beschuldigten)

Diese Bewertung wählt man immer dann, wenn die Meldung berechtigt und nachvollziehbar ist, aber kein negativer Profileintrag erfolgen soll, da z.B. der Nickbesitzer nicht der Verursacher ist (z.B. der beschuldigte Nick war geklaut oder das Foto eines Nutzers wurde gemeldet, der Verstoß wurde aber durch den Kommentar eines anderen begangen, etc.),es mehrere Beschwerden zum selben Vorfall gibt und bereits bei einer anderen Meldung gehandelt wurde klar ist, dass es sich um keine böswillige Absicht des Nutzers handelte (z.B. wenn neue Nutzer die Regeln nicht kennen, etwas ausprobiert haben, usw.) aufgrund der Schwere der Meldung aber berechtigt gewertet und eine Verwarnung erteilt werden muss, um eine Wiederholung zu verhindern. Der Bewertungsgrund darf nicht gewählt werden, um einen Beschwerdeführer zufrieden zu stellen oder wenn die Meldung an sich unberechtigt ist. Unberechtigte Meldungen müssen als unberechtigt bewertet werden.

Unberechtigte Meldung

Liegt keine eindeutige Meldung vor, ist der Fall als „Unberechtigt“ zu bewerten.

Meldemissbrauch

Hat sich der Beschwerdeführer einen Scherz erlaubt, stellt dies einen Meldemissbrauch dar. Wurde mithilfe des Meldesystems darüber hinaus gezielt versucht, jemanden durch eine falsche Anschuldigung Schaden zuzufügen, sollte man zusätzlich zu den vom Meldesystem verhängten Konsequenzen weitere Strafen gegenüber dem Beschwerdeführer aussprechen. Wählt man als Bewertung „Meldemissbrauch“ aus, erledigt das Meldesystem alle Nick-, IP- und Meldesperren, sowie Verwarnung auf Seiten des Beschwerdeführers vollautomatisch.

Meldenachbearbeitung

Es kann vorkommen, dass man eine Meldung zunächst falsch bearbeitet oder vorerst auf unberechtigt setzt und sich durch spätere Gespräche die Bewertung nochmal ändert. Daher besteht die Möglichkeit, eine Meldung bis zu fünf Tage nach Abschluss nochmals zu bearbeiten und die Bewertung anzupassen, sowie weitere Kommentare zur Erklärung der Änderung zu hinterlassen.[3]

Richtige Kommentierung und warum sie so wichtig ist

Man kommentiert und begründet kurz seine Entscheidung auf der Meldeseite im Kommentarfeld. Hier müssen auch alle Strafen, die man nach Abschluss der Meldung per Hand verhängen wird, übersichtlich aufgelistet werden. Haben Befragungen stattgefunden, sind deren wichtigste Zitate ebenfalls ins Kommentarfeld zu kopieren. Ist der Bearbeiter ein Admin oder Teammitglied und muss mit der Chatfunktion für eine Strafe gleichzeitig eine Kommentierung im Chat-Profil des Nutzers vornehmen, muss neben einer kurzen Erklärung auch unbedingt die Melde-ID im Comment (z.B. bei einer Nicksperre) vermerkt werden, damit man dem Comment später der entsprechenden Meldung zuordnen kann. Eine klar verständliche und ausführliche Kommentierung ist wichtig, da nur so spätere Betrachter der Meldung, zum Beispiel bei wiederholtem Auffallen, die Meldung und die daraus resultierenden Konsequenzen schnell und komfortabel überblicken können.

Eine letzte Prüfung und dann die Meldung abschließen

Am Ende prüft man seine Angaben und klickt auf „Eingaben übernehmen“, damit schließt man die Meldung ab. Ist die Meldung berechtigt, erhalten alle Betroffenen eine Information per /m. Ist die Meldung unberechtigt oder liegt ein Missbrauch des Systems vor, erhält der zu unrecht Beschuldigte keine Informationen zur Meldung. Sollte sich die Bearbeitung länger hinziehen, kann man auch gleich zu Beginn mit Adminfunktionen dafür sorgen, dass der Beschuldigte keine weiteren Verstöße dieses Typs begehen kann (z.B. durch Mute).

Was tun, wenn ich die Meldung nicht alleine abschließen kann?

In diesem Falle gibt es die Möglichkeit Meldungen weiterzuleiten. Bei einer Weiterleitung muss im Kommentarfeld angegeben werden, warum weitergeleitet wurde, da dies in der System-Nachricht dem neuen Bearbeiter nicht mitgeteilt wird.

Es wird zwischen zwei möglichen Weiterleitungen unterschieden:

  • Weiterleitung zur Bearbeitung (an Teams)

Sollte man die Meldung nicht eigenständig bearbeiten können, kann man die Meldung an eine auf der Webkomponente vorgegebene Verteilerliste (Admin, AET, JuSchu) weiterleiten, ohne ihn selber abzuschließen. Zur Bearbeitung weiterleiten können nur CM und Teammitglieder, nicht jedoch Admins. Gründe für eine solche Weiterleitung können unter anderem sein:

  • Weiterleitung an die AET-Verteilerliste:

Der Bearbeiter ist sich nicht sicher, ob eine extremistische Meldung vorlag

  • Weiterleitung an die Jugendschutz-Verteilerliste:

Der Bearbeiter ist sich nicht sicher, ob eine jugendgefährdende Meldung vorlag

  • Weiterleitung an die Admin-Verteilerliste:

z.B. wenn eine Meldung bereits mehrfach begangen wurde und der Nutzer deshalb einem Admin gemeldet werden muss.

Möchte man nun eine Meldung zur Bearbeitung weiterleiten, so macht man einen Haken bei „Weiterleiten“. Und dann:

  • wählt man das Team aus, an das weitergeleitet werden soll
  • trägt man einen erklärenden Kommentar im zugehörigen Kommentar-Feld ein
  • schließt man den Fall ohne ein Urteil zu wählen ab

Der Grund der Weiterleitung muss auf jeden Fall deutlich erklärt werden.

Die zweite Möglichkeit der Weiterleitungen ist:

  • Weiterleitung zur Ansicht (an Nicks)

Um eine Meldung zur Ansicht weiterleiten zu können, muss er abgeschlossen sein. Eine Weiterleitung zur Ansicht ist an einen oder mehrere Nicks möglich. Dabei bekommt der Adressat eine Nachricht von James mit der Bitte, sich der Meldung anzusehen.

Gründe für eine solche Weiterleitung können u.a. sein:

  • Weiterleitung an einen oder mehrere HZM: ein CM ist betroffen
  • Weiterleitung an einen Teamleiter: ein Teammitglied ist betroffen
  • Weiterleitung an einen VA: ein Admin ist betroffen
  • Weiterleitung durch ein Teammitglied oder einen CM an einen Admin, um Sanktionen durchzuführen, die über die Möglichkeiten des Bearbeiters hinausgehen

Möchte man nun eine Meldung zur Ansicht weiterleiten, geht man folgendermaßen vor:

  • Meldung wie gewohnt abschließen
  • Meldung erneut aufrufen
  • „Neue Bewertung vornehmen / Fall weiterleiten“ auswählen
  • Bei der sich öffnenden Seite „Weiterleiten“ auswählen
  • Nicks eintragen, die sich den Fall ansehen sollen
  • Falls noch nicht geschehen, einen erklärenden Kommentar einfügen
  • Fall erneut abschließen, ohne das Urteil zu ändern

Das alte Notruf-System

Ein Chatnotruf wurde im alten Notruf-System im Chat als Textbefehl mit /admin GRUND ausgelöst. GRUND wurde hier durch eine ausführliche Schilderung des Problems bzw. der Beschwerde ersetzt. Der Notruf wurde nach dem Absenden einem Channelmoderator oder Admin als Pop Up-Fenster und zusätzlich von James privat angezeigt. Der Bearbeiter konnte dem Beschwerdeführer mit der Tab-Taste komfortabel direkt per /m antworten.

Konnte ein Channelmoderator den Notruf nicht alleine bearbeiten, so konnte er diesen über den Button "weiterleiten" einem Admin senden. Dabei stellte das System sicher, dass ein Admin höchstens alle drei Minuten (bei Notrufen von CM) bzw. alle fünf Minuten (sonstige Notrufe) einen Notruf erhalten hat.


Die Umbenennung des Notrufsystems in Meldesystem

Nach mehr als zwölf Jahren, wurde am 27.11.2019 angekündigt, dass das bisher bezeichnete Notruf-System in Meldesystem umbenannt wird. Ab diesem Zeitpunkt wurde daran gearbeitet, sämtliche Bezeichnungen wie Notruf, als auch der Begriff Verstoß lückenlos zu beseitigen und stattdessen den Ausdruck „Melde“ zu verwenden. Grund für diese Änderung und auch an der Überarbeitung der Meldetypen ist hauptsächlich die Vereinfachung der meldbaren Kategorien für neue Nutzer. Zudem soll der Begriff Meldung weniger abschreckend wirken, sodass eine Meldung für diese Nutzergruppe auch greifbarer ist und somit auch zu einer Verbesserung der Umgangskultur mit dem Meldesystem nach sich zieht. Somit wird ein Vergehen auch nicht mehr als Verstoß bezeichnet, man meldet lediglich die Handlung eines Nutzers, welche nicht korrekt ist oder war und bewertet die gleichzeitig auch nicht über. Diese Meldung wird schließlich vom Bearbeiter geprüft und dieser bei Bedarf nachgegangen. Der Beschwerdeführer soll sich in der Vorgehensweise, bestärkt weitere Verstöße zu finden nicht immer mehr bestätigt fühlen und zusätzliche Notrufe absetzen. Meldet man etwas, so ist dies erst einmal eine subjektive Sache, denn: Andere begehen keine Verstöße mehr, sondern man meldet etwas, was einem auffiel.


Weiterführende Informationen

Weblinks

Belege